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| Kommunikation |
| = Wahrnehmung, Erwartung, stellt Forderungen und ist Information
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Wahrnehmung
Gibt es ein Geräusch im Wald, wenn ein Baum umfällt, ohne dass jemand zugegen ist,
der es hören könnte? - Die Antwort lautet - Nein - denn jedes Geräusch wird durch die
Wahrnehmung der Schallwellen erzeugt. - Aber wenn dieses Geräusch jemand hört, ist es
dann Kommunikation ? Und jetzt kommt der entscheidende Punkt - es kommt auf den Empfänger an.
Erst wenn jemand die Botschaft aufnimmt, findet Kommunikation statt.
Kommunikation setzt eine gemeinsame Erfahrung voraus.
Das heißt, man muss Metaphern aus der Welt des Zimmermanns verwenden, wenn man mit einem Zimmermann spricht. Man kann nur in der Sprache des Rezipienten kommunizieren oder muss seine Begriffe verwenden. Und die Begriffe müssen auf der Erfahrung beruhen.
Daher hat es wenig Sinn zu versuchen, jemandem Begriffe zu erklären. Die Person wird diese Begriffe nicht verarbeiten können, wenn sie nicht in ihrer eigenen Erfahrung verankert sind.
Kommunikation verläuft nicht vom Sender zum Empfänger - sondern sie entsteht beim Empfänger - kann ein Empfänger die Botschaft nicht als solche wahrnehmen - dann findet keine Kommunikation statt - dann gibt es nur Geräusche.
Erwartung
In der Regel nehmen wir das wahr, was wir wahrzunehmen erwarten. Das Unerwartete wird meist überhaupt nicht wahrgenommen. Es wird nicht gesehen oder gehört, sondern ignoriert.
Oft wird es missverstanden, das heißt als etwas Erwartetes fehlinterpretiert.
Der menschliche Verstand versucht, Eindrücke und Reize in einem Erwartungsrahmen einzuordnen. Er widersetzt sich entschieden allen Versuchen, "seine Meinung zu ändern"
und wahrzunehmen, was er nicht wahrzunehmen erwartet.
Bevor wir kommunizieren können, müssen wir daher wissen, was der Empfänger unserer
Mitteilung zu sehen und zu hören erwartet.
Forderung
Die Kommunikation stellt stets Forderungen. Sie fordert vom Empfänger, jemand zu werden,
etwas zu tun, etwas zu glauben. Entspricht eine Mitteilung den Bestrebungen, Wertvorstellungen und Zielen des Rezipienten, so ist die Kommunikation wirkungsvoll.
Zu wirkungsvolle Kommunikation ist gleich zu setzten mit "Bekehrung", das heißt einem
Wandel der Persönlichkeit, der Wertvorstellungen, der Überzeugungen und der Bestrebungen.
Doch dieser Fall tritt nur selten ein, da er voraussetzt, dass die grundlegenden psychischen Abwehrkräfte eines Menschen überwunden werden. Selbst Saulus musste vom Herrn erst mit Blindheit geschlagen werden, bevor er sich in Paulus verwandelte. Eine Kommunikation, die auf Bekehrung zielt, setzt eine Kapitulation voraus.
Information
So wie die Kommunikation Wahrnehmung ist, ist die Information - Logik. Kommunikation und Information sind verschieden, ja sogar gegensätzliche Dinge, die jedoch voneinander abhängig sind. Je besser es gelingt, die Information von ihrer menschlichen Komponente, das heißt von Emotionen und Wertevorstellungen, Erwartungen und Wahrnehmungen zu befreien, desto zutreffender und zuverlässiger wird sie. Sie wird zunehmend informativ.
Die Information an sich hat keinerlei Sinn. Information ist stets verschlüsselt. Um sie abrufen und verwenden zu können, muss der Rezipient den Code kennen und verstehen.
Kommunikation setzt eine bestimmte Form und gemeinsame Erfahrung voraus, bei der die beteiligten Akteure auf derselben Seite stehen.
Wir achten darauf, dass die Kommunikation stimmt.
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SailerSoft, Naglergasse 65, A-8010 Graz, sailer@medien.at
Tel: 0043 316 357256-0 Fax: -32 Hotline: 0043 664 3372431
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